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SARS-CoV-2: Mutationen und Varianten

SARS-CoV-2 kann sich so verändern, dass neue Varianten des Virus entstehen. Diese Varianten und ihre Auswirkungen auf den Impfschutz stehen unter ständiger Beobachtung.

Viren, darunter auch SARS-CoV-2, verändern sich fortlaufend durch sogenannte Mutationen (Video: Mutationen und Virusvarianten). Durch Mutationen können sich Bestandteile eines Virus verändern: Sie werden entfernt oder gehen verloren, werden an der falschen Stelle eingesetzt oder durch andere Bestandteile ausgetauscht. In den meisten Fällen wirken sich diese Veränderungen nicht negativ auf den Impfschutz aus, in manchen Fällen jedoch schon. So mutieren bekanntlich zum Beispiel Grippeviren, sodass jedes Jahr eine Anpassung des Impfstoffs vorgenommen wird.

Veränderte Eigenschaften des Virus

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Im Fall von SARS-CoV-2 spielen Veränderungen des sogenannten Spike-Proteins eine große Rolle, da sich diese Veränderungen auf die Eigenschaften des Virus auswirken können, beispielsweise auf seine Übertragbarkeit. Handelt es sich um eine solche entscheidende Veränderung, kann dies als neue Virusvariante bezeichnet werden. Diese Varianten können dazu führen, dass die gegen das ursprüngliche Virus bestehende Immunabwehr des menschlichen Körpers das nun veränderte Virus nicht mehr so effizient abwehren kann. Das Immunsystem wird in diesem Fall herausgefordert, eine neue oder stärkere Immunantwort gegen die Virusvariante zu bilden (Video: Die Immunisierung).

Weltweit haben sich bereits verschiedene Varianten von SARS-CoV-2 gebildet, die teilweise auch in Deutschland verbreitet sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet die Varianten mithilfe des griechischen Alphabets. Wegen ihrer veränderten Eigenschaften werden einige Varianten von der WHO als besorgniserregend (Variants of Concern, VOC) eingestuft.1

  • Alpha (B.1.1.7), erstmals in Großbritannien im September 2020 aufgetreten2 
  • Beta (B.1.351), erstmals in Südafrika im Mai 2020 aufgetreten2
  • Gamma (P.1), erstmals in Brasilien im November 2020 aufgetreten2
  • Delta (B.1.617.2), erstmals in Indien im Oktober 2020 aufgetreten2, sowie die inoffiziell als Delta-Plus bezeichnete Variante (B.1.617.2.1), erstmals in Indien im Juni 2021 aufgetreten3

Einige Virusvarianten sind besonders ansteckend

spike

Besonders häufig treten in Deutschland die besorgniserregenden Varianten Alpha und Delta auf. Ende Mai wurde die Variante Alpha in mehr als 90 % der untersuchten positiven Testproben auf SARS-CoV-2 in Deutschland gefunden,2 bis Anfang Juli sank die Zahl auf 12 %.4  Das Spike-Protein weist bei dieser SARS-CoV-2-Variante Veränderungen auf, durch die das Virus schneller an die Zellen im Körper andocken kann. Studien weisen darauf hin, dass Alpha um bis zu 90 % ansteckender sein könnte als der ursprüngliche SARS-CoV-2-Stamm.5

Die Variante Delta wurde zuerst in Indien nachgewiesen und breitet sich seit dem frühen Sommer 2021 auch in Deutschland stark aus. Anfang Juli 2021 lag der Anteil der Infizierten in Deutschland bereits bei 84 %.4 Gemäß der allgemeinen Erwartung, die auch das Robert Koch-Institut (RKI) teilt, wird sich die Delta-Variante voraussichtlich weiter ausbreiten.2 Kennzeichnend für diese Variante ist ebenfalls eine erhöhte Übertragbarkeit. 

Der Anteil der Varianten Beta und Gamma war in Deutschland im Mai und Juni konstant niedrig und lag bei etwa 1 %.2

Schutzwirkung der COVID-19-Impfstoffe  

Antikörper

Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die derzeit zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 eine Immunantwort hervorrufen, die in unterschiedlicher Stärke auch gegen die bisher entdeckten Virusvarianten schützen kann. So schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) (Stand: 29.06.2021):6

Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 (Alpha), und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten. Auch bei Infektionen mit B.1.617.2 (Delta) besteht nach vollständiger Impfung ein hoher Schutz gegen schwere Verläufe.

SARS-CoV-2-Varianten unter Beobachtung

Das Robert Koch-Institut (RKI) und die WHO beobachten fortlaufend die bereits bekannten Varianten und ihre Ausbreitung und untersuchen positive COVID-19-Testproben auf weitere Varianten des Virus.

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