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mRNA-Impfstoffe: Antikörper gegen Virusvarianten

Die mRNA-Impfstoffe bewirken auch einen Impfschutz gegen die bisher bekannten gefährlichen Virenmutationen.

Virusvarianten entstehen durch zufällige Fehler bei der Vermehrung

Wie alle Viren hat das Coronavirus nur ein einziges Ziel: sich zu vermehren. Dafür nutzt es die Maschinerie der Zellen im Körper seines Wirts. Dort wird das Erbgut des Virus wieder und wieder kopiert. Beim Kopiervorgang geschehen auch fortlaufend Fehler. Meistens sind das nur kleine Tippfehler, die nicht gleich dazu führen, dass sich SARS-CoV-2 grundlegend verändert. Die allermeisten dieser Mutationen haben keine Bedeutung. Oft schaden diese dem Virus sogar, weil sie Bereiche im Erbgut verändern, die für sein Überleben und Vermehren besonders wichtig sind. Diese Mutationen sterben aus, weil sie sich nicht weiterverbreiten können, und wir bekommen davon nichts mit.

Es gibt aber auch zufällige Fehler beim Kopieren. Diese verändern das Erbgut des Virus derart, dass es zum Beispiel ansteckender wird. Solche Virusvarianten, denen es schneller gelingt, viele Menschen zu infizieren, sind gegenüber den langsameren Vertretern im Vorteil, und für das Pandemiegeschehen besorgniserregend. Sie werden deshalb auch „Variants of Concern“, also besorgniserregende Varianten genannt.

Die Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika sind ansteckender

Aktuelles Beispiel ist die Virusvariante B.1.1.7 von SARS-CoV-2, die erstmals in Großbritannien aufgetreten ist. Diese Variante hat sich im Laufe der letzten Wochen auch in Deutschland immer weiter durchgesetzt. Eine rasch steigende Zahl der Coronafälle geht inzwischen auf diese Variante zurück. Auch die Variante B.1.351, die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, breitet sich hierzulande zunehmend aus (ist aber noch nicht so stark verbreitet wie B.1.1.7). Ebenso wie B.1.1.7 ist sie vermutlich deutlich ansteckender und könnte somit das Voranschreiten der Pandemie verstärken. Es wird vermutet, dass die Südafrikavariante jüngere Menschen häufiger befällt und häufiger schwere Krankheitsverläufe auslöst.

Den allermeisten Varianten ist gemein, dass die Mutationen bestimmte Stellen im Spike-Protein betreffen, jenes Eiweißmolekül, das wie Stacheln auf der Oberfläche des Coronavirus sitzt und das der Türöffner ist, mit dem sich das Coronavirus Eintritt in die Zellen des Körpers verschafft. Durch die Veränderungen im Spike-Protein ist dieses in der Lage, besser an die Oberfläche unserer Zellen im Körper anzudocken und in diese einzudringen. Das Spike-Protein ist auch jener Virusbaustein, gegen den sich mRNA-Impfstoffe richten.

Die Frage, die sich also stellt, ist: wirken mRNA-Impfstoffe auch gegen die Virusvarianten? Die kurze Antwort lautet: Ja. Das haben Untersuchungen mit Serum von Geimpften bestätigt. 

Dabei wurde getestet, wie gut die Antikörper aus dem Blut der geimpften Probanden die verschiedenen Virusvarianten neutralisieren, unschädlich machen. Es hat sich gezeigt: Die Impfstoffe haben die Fähigkeit, sowohl das ursprüngliche Virus als auch die beiden Virusvarianten unschädlich zu machen.

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